FabLab Altmühlfranken e.V.

Im Januar 2019 wurde der Verein FabLab Altmühlfranken in Gunzenhausen gegründet mit der Absicht, in Gunzenhausen für die Region in und um den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ein sogenanntes FabLab einzurichten.

Der gewählte erweiterte Vorstand nach der Gründungssitzung.

Schon vor diesem Termin wurde einiges an Arbeit in das Projekt gesteckt. Mehrere Institutionen aus der Region, u.A. der Chaostreff Gunzenhausen, die Zukunftsinitiative Altmühlfranken und der Gunzenhäuser Bürgernetzverrein Gunnet e.V., haben mehrere Jahre am Projekt gearbeitet und mit der Vereinsgründung den Grundstein für die weitere Arbeit gelegt.

Zweck unseres Vereins ist zunächst die Einrichtung, später der Betrieb eines FabLabs. FabLabs sind offene Werkstätten, in welchen jeder willkommen ist, mittels eines vom Verein bereitgestellten, gepflegten und betreuten High- und Low-Tech-Maschinenpark eigene Projektideen umzusetzen. Im Vordergrund steht hierbei das Herstellen des Zugangs zu entsprechenden Geräten, welche normalerweise Industrie und Handwerk vorbehalten sind. Im Sinne der Offenheit soll hier weiterhin ein Wissens- und Ideenaustausch stattfinden können. Besucher und neue Mitglieder können vom Wissen und Können erfahrenerer Mitglieder aus den unterschiedlichsten Bereichen profitieren.

Im weiteren Sinne sind FabLabs auch nicht-staatliche Bildungseinrichtungen. Sie vermitteln Wissen und Können im Umgang mit Maschinen, digital sowie analog. Besonders im Fokus ist hierbei die Förderung im sog. MINT-Bereich. Schüler und Studierende können hier Praxiserfahrungen sammeln. Regelmäßig werden Exkursionen von Schulen und Universitäten zu FabLabs durchgeführt.

Tätigkeiten des Vereins

Aktueller Stand und nächste Schritte

Da wir ein recht neuer Verein sind und das Projekt gerade Fahrt aufnimmt, sind die Inhalte auf dieser Seite ggf. veraltet.
Aktueller Stand ist Ende September 2019.

Standort

Wie bereits im Blog bekannt gegeben, haben wir nach langer Suche endlich einen Standort für unser FabLab gefunden. Wir werden uns in Zukunft in der Industriestraße 21a in Gunzenhausen einrichten. In der dortigen Halle belegen wir einen kleineren Abschnitt, von der Straße aus gesehen vorne links.

Da die Halle ursprünglich für andere Zwecke gebaut wurde, muss zunächst eine Umnutzung erfolgen. Hierzu wurde ein Bauantrag gestellt. Dieser wurde zunächst an die Anlieger (u.A. die Deutsche Bahn), was einige Zeit in Anspruch genommen hat. Im Anschluss daran wurde der Antrag an die Stadt zur Bearbeitung gesendet, was auch bereits abgeschlossen wurde. Nun ist der Bauantrag beim Landratsamt im Weißenburg. Wir hoffen auf eine baldige Bescheidung, sodass die Umbaumaßnahmen anlaufen können.

Wir werden den Platz in zwei Hauptbereiche aufteilen, den Hauptraum sowie den Werkstattbereich. Hierzu werden zunächst Ständerwände aus Holz als Abtrennung zum Rest der Halle sowie als Unterteilung zwischen den zwei Bereichen eingezogen. Im Hauptraum soll auf einer Seite eine kleine Plattform eingebaut werden, hierzu muss allerdings zunächst das Fundament verstärkt werden. Danach werden Wasser- und Heizungsanschlüsse verlegt. Diese Maßnahmen werden vom Vermieter durchgeführt, welcher uns ausführlich an den Planungen beteiligt hat. Wir können uns einen Raum nach unseren Vorstellungen und unter Berücksichtigung unserer Bedürfnisse von Grund auf einrichten, dies ist eine seltene Chance. Vielen Dank hierfür!

Wir planen, unseren Werkstattbereich in der Mitte zu unterteilen und eine Holz- und eine Metallwerkstatt einzurichten. In der Holzwerkstatt werden alle primär Staub und Lärm erzeugenden Geräte untergebracht. In der Metallwerkstatt werden die meisten Werkzeuge zur Metallbearbeitung untergrebracht. Die Unterteilung bietet den Vorteil, dass im Hauptraum und in der Metallwerkstatt keine allgemeine Gehörschutzpflicht ausgesprochen werden muss. Weiterhin wird der Aufwand zur Reinigung verringert, die Komplexität der Absaugung verringert sowie Beschädigungen von Maschinen durch Staub und Späne vermieden. Die notwendige Wand werden wir voraussichtlich selbst einbauen.

Später werden wir die gesamte Elektrik, Netzwerkinfrastruktur, Rohre und Schläuche für Absaugung, Druckluft etc. in Eigenregie eingebaut sowie die Küche eingebaut.

Die Arbeiten können erst beginnen, wenn der Bauantrag genehmigt wurde und die Arbeiten des Vermieters abgeschlossen sind. Wir laden alle Mitglieder und Interessierte ein, sich hier aktiv einzubringen. Je mehr Hände anpacken, desto schneller können wir das Lab der Öffentlichkeit zugänglich machen!

Einrichtung, Ausstattung und Förderung

Das FabLab wird, neben großzügiger Spenden insbesondere regionaler Firmen, mit Mitteln der sogenannten LEADER-Förderung, einem Förderprogramm der EU zur Stärkung des ländlichen Raums, finanziert. Der nötige Antrag wurde nach sehr viel Vorarbeit bereits gestellt und wurde auch schon bewilligt. Das heißt für uns, wir können jetzt Aufträge vergeben.

Bis wir unsere eigenen Räumlichkeiten nutzen können, können wir Anschaffungen temporär in anderen Bereichen unserer Halle lagern. Vielen Dank an unseren Vermieter, wir wissen das Angebot sehr zu Schätzen. So können wir größere, länger dauernde Anschaffungen bereits in Auftrag geben und die Zeit bis zur Eröffnung ohne das Risiko, Paletten an Gerätschaften unterbringen zu müssen

Stammtische und Werbung für das FabLab

Seit Mai veranstalten wir regelmäßig Stammtische. Mehr Informationen gibt es im Wiki.